Was eine Unfallversicherung bietet.

Unfallversicherung
Invalidendom in Paris

VORGESCHICHTE

Ein Bekannter hatte einen Unfall mit dem Fahrrad und hat sich den Fuß verletzt. Er musste ein paar Wochen mit einer Gehhilfe durch die Gegend humpeln, kann jetzt wieder laufen, darf aber noch kein Fahrrad fahren.

Diskussion am Stammtisch:

Der Verunfallte erzählt, dass seine Mutter eine Uralt-Unfallversicherung hervorgezaubert hat. Diese hat sie für ihn im Kindesalter abgeschlossen und die soll jetzt zahlen. Schließlich hatte er einen Unfall.

Auf den Einwand hin, dass es ihm doch wieder recht gut gehe und die Unfallversicherung für die Absicherung von Invalidität (also bleibende Schäden) gedacht ist, heißt es von der Seite: „Meine Oma hatte auch einen Unfall und hat Geld von der Versicherung bekommen. Die ist auch nicht invalide!“

Jetzt mal langsam…

 

DIE UNFALLVERSICHERUNG

soll im Ernstfall helfen, nämlich dann, wenn ein Unfall lebenslange Beeinträchtigungen nach sich zieht. Ein vorübergehend verletzter Fuß ist eher vernachlässigbar…

 

Begriff

Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch

  • ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis)
  • unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung

erleidet.

Als Unfall gilt auch, wenn sich die versicherte Person durch eine erhöhte Kraftanstrengung

  • ein Gelenk an Gliedmaßen oder der Wirbelsäule verrenkt.
  • Muskeln, Sehnen, Bänder oder Kapseln an Gliedmaßen oder der Wirbelsäule zerrt oder zerreißt.

Eine erhöhte Kraftanstrengung ist eine Bewegung, deren Muskeleinsatz über die normalen Handlungen des täglichen Lebens hinausgeht.

 

Versicherbare Leistungsarten

  • Invalititätsleistung: eine Person hat eine Invalität erlitten, wenn unfallbedingt ihre körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit dauerhaft (> 3 Jahre + keine Besserung in Sicht) beeinträchtigt ist.
  • Unfallrente: ab einem festgelegten Invaliditätsgrad wird die vereinbarte Summe monatlich ausgezahlt
  • Übergangsleistung: wenn nach einem vereinbarten Zeitraum weiterhin eine körperliche oder geistige Beeinträchtigung (festgelegter Prozentsatz) vorliegt, wird die versicherte Summe ausgezahlt
  • Tagegeld: versicherter Tagessatz, dessen Auszahlungshöhe sich nach dem Grad der Beeinträchtigung richtet; Bsp. 50%ige Beeinträchtigung = 50% Auszahlung des vereinbarten Tagessatzes
  • Krankenhaustagegeld
  • Todesfallleistung
  • Kosten für kosmetische Operationen

 

FAZIT

Eine Unfallversicherung sollte man abschließen, wenn man höhere finanzielle Belastungen im Falle einer unfallbedingten Invalität auffangen möchte.

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