Vergleichsportale sind keine Freunde

Vergleichsportale

Beispiel Autoversicherung

Ein Freund war kürzlich auf der Suche nach einer preiswerten Versicherung für seinen neuen vierrädrigen Liebling. Er googelte „Wie finde ich den günstigsten KFZ-Tarif?“ und fand diverse Ratgeberseiten, die gute Tipps parat hatten.

Der Ratschlag, der ihm am besten gefiel, lautete: „Gib erst alle Daten bei Prüfe24 ein, dann bei Fox und checke am Schluß noch die Ergebnisse vom Nafigator.“ Erfahrungsgemäß dauert der Weg zu den ersten Ergebnissen eine halbe Stunde, weitere 30 Minuten braucht der zweite Vergleich und der umfassendste Zeitfresser mit 1 Stunde ist das letzte Portal im Bunde.

Nach ca. 2 Stunden war er um den passenden Tarif schlauer.

Was steckt hinter dem Tipp mit den drei Vergleichsportalen, die man nutzen soll?

 

VERGLEICHSPORTALE

sind unterschiedlich und müssen verglichen werden.

Hinter manchen Portalen verbergen sich große Versicherungsmakler, hinter anderen motivierte Verbraucherschützer. Hier liegt auch schon der Hase im Pfeffer.

Denn: Versicherungsmakler leben von Provisionen. Sie wählen die Gesellschaften aus, die bereit sind, eine festgelegte Summe pro vermitteltem Vertrag zu zahlen. Wie man in diversen Foren lesen kann, sollen sie dabei den Nutzer lenken, indem sie mit besonderen Suchmaschineneinstellungen arbeiten, die zielgerichtet Anbieter mit hohen Provisionen anpreisen.

Manche Portale gaukeln dem Nutzer auch vor, dass alle auf dem Markt erhältlichen Tarife bei der Berechnung berücksichtigt würden, was definitiv nicht der Fall ist.

Denn: Tarife von Versicherern, die pfleglich mit den Kundenprämien umgehen und nicht für ein Portal zahlen wollen, fallen aus dem Raster und stehen dem Nutzer nicht zur Verfügung.

Deshalb der Tipp mit dem zweiten und dritten Portal. Wenn man mehrere nutzt, erhält man die größte Vielfalt an Tarifanbietern.

 

ABER

Daneben gibt es die provisionsfreien Angebote der Verbraucherschützer. Tests haben ergeben, dass deren Vergleichsportale mehr Tarife und Gesellschaften berücksichtigen als die provisonsgebundenen Anbieter.

 

Trotz allen Preisvergleichens sollte man auch die gewählte Absicherung immer überdenken. Welche Einschlüsse brauche ich und auf welche kann ich verzichten? Werkstattbindung, Vollkasko oder Teilkasko, grobe Fahrlässigkeit, um nur ein paar Punkte zu nennen…

 

FAZIT

  • Tatsächlich führt die oben genannte Vorgehensweise zu einem guten Überblick.
  • Nicht nur KFZ-Tarife, sondern auch Vergleichsportale müssen verglichen werden.
  • Man braucht nicht alle Einschlüsse, die auf dem Markt angeboten werden.
  • Gleiches gilt für alle anderen Vergleichsportale.

 

UPDATE zum Thema (12.10.2015): lesenswerter Artikel von Spiegel Online

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