Sorglos Schwarzfahren?

Schwarzfahren

SCHWARZFAHREN ALS MODELL?

Man kann schonmal seine Monatskarte vergessen. Wer kennt das nicht, wenn man auf den letzten Drücker von Zuhause losstürmt, um den Bus noch zu erreichen? Nicht jeder fährt absichtlich ohne Fahrschein.

Fakt ist: Bus- oder Bahnfahren wird immer teurer und der Zustand der Busse immer schlechter. Wer schon einmal mit dem Bus von Alt-Saarbrücken auf den Rodenhof gehoppelt ist, weiß, wovon ich spreche. Da heißt es, Haftcreme doppelt auftragen und hoffen, dass man nur ein leichtes Schleudertrauma davon trägt…

Trotz allem wäre mir Schwarzfahren zu stressig. Immer schauen, wer einsteigt, sieht der wie ein Kontrolleur aus? Sind die nicht immer zu zweit? Puh, anstrengend. Neue Konzepte sollen helfen, diesen Streß zu reduzieren.

APPS

Das Smartphone wird ja mittlerweile nicht mehr vorrangig zum Telefonieren genutzt, sondern für alles Andere wie Textchats, Spiele, Selfies usw. Unter den ganzen Apps befinden sich auch solche, deren Nutzer Kontrolleure in Bus oder Bahn anderen Nutzern melden. Sie übermitteln die relevanten Informationen, mit deren Hilfe ein Zusammentreffen mit einem Schaffner vermieden werden könnte, per App.

Nähere Informationen bietet RPonline in seinem Artikel.

 

VERSICHERUNG

Schwarzfahren kann man auch versichern. Allerdings ist dieses Geschäftsmodell nur in Schweden richtig erfolgreich. In Stockholm gibt es seit 13 Jahren die Initiative planka.nu. Sie agiert wie eine Versicherung. Die Mitglieder zahlen einen monatlichen Beitrag und die Initiative zahlt das Bußgeld, wenn man ohne Fahrschein in eine Kontrolle gerät. Inzwischen ist das Modell so erfolgreich, dass auch erkleckliche Überschüsse erzielt werden.

Mitglied kann allerdings nur werden, wer einen monatlichen Obulus zahlt und sich verpflichtet, immer ohne Fahrschein zu fahren.

Auch in Berlin gibt es Bemühungen, eine Schwarzfahrer-Versicherung auf den Weg zu bringen.

 

SHARING-ECONOMY

In Berlin werden nicht nur Autos geteilt, sondern auch Fahrscheine.

Eine legale Methode, kostenlos öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, bietet ticketteilen.org.

Das geht so: Die Umweltkarte bietet zu festgelegten Zeiten die Möglichkeiten, mit mehreren Personen zu fahren. Besitzer der entsprechenden Fahrkarte stecken sich den Button der Initiative an und sind so an der Haltestelle erkennbar. Interessenten ohne Fahrschein können dann diese Personen ansprechen und mit ihnen den Bus nutzen.

 

FAZIT

Fahrkarte teilen finde ich prima. Ich wurde auch schon von einer netten älteren Dame auf Geheiß des Busfahrers mitgenommen:-)

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