Regen bringt Segen?

Regen

Nena sang 1984 „Es regnet“:

„Heute regnet’s schon seit Stunden
Heute regnet’s den ganzen Tag
Aus den Tropfen werden Pfützen
Aus den Pfützen wird ein Bach

Ich fahr‘ den Rinnstein runter
In einem Schiff aus Zeitungspapier…“

In diesem Sommer ein meistgehegter Wunsch + Schiffchen fahren ist immer gut…

 

Heute geht’s auch um Regen, allerdings weniger poetisch als versicherungstechnisch.

 

PROBLEM: REGEN IM HAUS

  1. Wir lassen nachts das Fenster offen und es regnet rein.
  2. Beim Sturm verrutschen Ziegel und Regenwasser kann eindringen.
  3. Ein Regenableitungsrohr innerhalb des Hauses bricht.
  4. Starkregen flutet den Keller.

 

GIBTS DA EINE VERSICHERUNG?

Vielleicht. Schauen wir mal…

Erster Fall: Offenes Fenster

Die Hausrat- und Gebäudeversicherung leistet bei Schäden, die durch bestimmungswidrig austretendes Leitungswasser verursacht werden. Regenwasser ist kein Leitungswasser.

Zweiter Fall: Beschädigtes Dach nach Sturm

Anders ist die Sache, wenn durch eine versicherte Schadenursache (Sturm/Hagel) eine Öffnung am Haus geschaffen wird und deshalb Regen eindringen kann. Dann leisten Hausrat- und Gebäudeversicherung für die entstandenen Schäden.

Dritter Fall: Innenliegendes Regenfallrohr

Während die meisten Regenabflußrohre außerhalb des Hauses angebracht werden, sind manche auch innerhalb verlegt. Die können kaputt gehen und einen Wasserschaden verursachen. Die Standardbedingungen von Hausrat- und Gebäudeversicherung bieten hierfür keinen Versicherungsschutz, da es sich bei einem Regenrohr nicht um ein Rohr der Wasserversorgung handelt.

Anders sieht die Sache aus, wenn in das Regenfallrohr auch häusliche Abwässer eingeleitet werden. Dann ist der Rohrbruch ab dem Einleitungspunkt versichert.

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie auf den Einschluß der entsprechenden Klausel „innenliegende Regenfallrohre“ in Hausrat- und Gebäudeversicherung achten.

Vierter Fall: Starkregen

Starkregen bedeutet in diesem Zusammenhang „Schäden durch Überschwemmung oder Rückstau aufgrund von Witterungsniederschlägen“, versicherbar innerhalb der Elementargefahren.

Die Versicherungsbedingungen definieren beides so:

  • Überschwemmung: Überflutung des Versicherungsgrundstücks (Grund und Boden) mit erheblichen Mengen von Oberflächenwasser u.a. durch Witterungsniederschläge.
  • Rückstau: Wasser dringt u.a. durch  Witterungsniederschläge bestimmungswidrig aus den gebäudeeigenen Ableitungsrohren oder damit verbundenen Einrichtungen in das Gebäude ein

 

FAZIT

  • Regen im richtigen Maß ist für die Natur gut und im Haus eher schlecht.
  • an innenliegende Regenfallrohre denken
  • Elementar absichern

 

Ich wünsche allen Lesern ein schönes Wochenende,

Claudia Netterdon