Parking Day

Parking Day

Einmal im Jahr findet er statt, der Parking Day. An diesem Tag wandeln sich Parkplätze in der Stadt zu Aktionsflächen. Anhand verschiedener Angebote zeigen die Intitiatoren, dass man den Raum in der Stadt auch anders, bürgerfreundlicher, nutzen könnte. Die Bandbreite reicht von überdimensionalen Brettspielen, Barfusspfaden bis hin zu mobilen Fahrradreparaturwerkstätten. Der Phantasie der teilnehmenden Gruppen sind keine Grenzen gesetzt. Die Organisatoren wollen die Bürger zum Mitmachen und Mitdiskutieren anregen.

 

PARKING DAY VERSICHERUNGSRECHTLICH

Es finden sich verschiedene Interessengruppen / Vereine zusammen, um einen solchen Tag zu organisieren. Sie machen sich mit enorm viel Eifer und Phantasie ans Werk, um möglichst attraktive Anreize zum Umdenken zu schaffen.

 

ABER

Wer haftet, wenn was passiert? Diese Frage beantwortet ein Mitorganisator so: „Wir als Verein haben eine Haftpflicht und können die ganze Veranstaltung darüber laufen lassen.“ Ein Anderer entgegnet: „Jeder Bespieler eines Parkplatzes ist für sein Tun bzw. seine Fläche verantwortlich.“

Wer liegt richtig?

 

VON VORNE

Ein solcher Aktionstag wird von einer Person, einer Organisation oder Vereinigung bei der zuständigen Stadt / beim Ordnungsamt / bei der Polizei als politische Demonstration angemeldet. Die Genehmigung hierfür ist kostenfrei.

Eine Veranstalterhaftpflichtversicherung ist hierfür meist nicht zu bekommen. Demonstrationen und politische Veranstaltungen sind unerwünschte Risiken, da das Risiko von Ausschreitungen nicht einschätzbar ist. Auch wird von den Versicherern ein überdurchschnittliches Beschädigungs- und Verletzungsrisiko angenommen, welches ebenfalls nicht abwägbar ist.

Der Bedenkenträger liegt richtig. Jeder ist für sein eigenes Tun verantwortlich, d.h. jeder Verein sollte sein Tun an dem Aktionstag seiner Haftpflicht mitteilen und in eine bestehende Haftpflicht aufnehmen lassen oder separat die einzelne Aktion absichern.

 

SCHÄDEN BEI DEMOS

Beim Parking Day denkt man nicht sofort an Randale und Krawall. Trotzdem hier noch der Hinweis, welche Versicherung wann einspringt:

  • Schaden am Auto: hier zahlt die Vollkasko bei Vandalismusschäden, die Teilkasko bei Brand- und Glasschäden; kann man den Verursacher dingfest machen, nimmt die Versicherung ihn in Regreß
  • Schaden am Gebäude / Hausrat: Bei Beschädigungen durch Farbe oder Pflastersteine zahlen Gebäude- und Hausratversicherung nur, wenn der Einschluß „Vandalismus“ bzw. „böswillige Beschädigung“ vereinbart wurde; Brandschäden sind jedoch versichert.
  • Personenschäden: die private Unfallversicherung leistet nur, wenn man als Unbeteiligter verletzt wird und sich nicht vorsätzlich in Gefahr begeben hat.

 

Werden Ausschreitungen vonseiten der Regierung als „innere Unruhen“ ausgerufen, besteht in der Regel kein Versicherungsschutz. Nur spezielle Policen bieten diese Absicherung, so z.B. Tarife, die Schutz gegen unbenannte Gefahren bieten. Nicht versichert sind hier nur solche Schäden, die explizit genannten werden. Sie sind für die Sachsparten verfügbar wie Hausrat-, Gebäude- und Geschäftsinhaltsversicherung.

 

FAZIT

  • Verantwortungsvolle Organisatoren weisen die Teilnehmer auf die Risiken hin.
  • Der Parking Day sollte zum Nachdenken über das Leben, Fahren, Parken in der Stadt anregen.

 

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