Marder und Konsorten

Marder

Auf die Frage, ob er Kabel zum Frühstück mag, hat der Waschbär leider die Aussage verweigert. Seine Kollegen, die Steinmarder, waren auch nicht auskunfsfreudiger… Also müssen wir uns selbst ein Bild machen.

MARDER UND WASCHBÄREN

Beide wohnen gerne warm und kuschelig. Aus diesem Grund nisten sie sich gerne auf Dachböden ein, aber auch Motorräume sind der Knaller. Um sich dort häuslich einzurichten, sind die Tiere oft gezwungen, den Raum im Auto umzudekorieren. Da muss halt mal ein Kabel weg…

Damit nicht unerwünschte Artverwandte in das neu geschaffene Heim einziehen, wenn man kurz weg muss, sollte das Zuhause auch entsprechend markiert werden. Das Mittel der Wahl ist… richtig! Anknabbern!

Und, wenn es mal langweilig wird im Motorraum… Sie ahnen es, Knabbern am Kabel hilft!

Was tun? Am besten alle mechanischen Möglichkeiten ausschöpfen und zusätzliche Absicherung durch Versicherungsschutz anstreben.

 

KFZ-VERSICHERUNG

Marder (auch andere Kleintiere) scheinen mit Autos untrennbar vereint zu sein. Wer kennt nicht mindestens einen Autobesitzer, dem sie im besten Fall einen Teil der Innenverkleidung des Motorraums weggefressen haben, im schlimmsten mit den Kabeln gewütet haben?

Versichert werden solche Kabelschäden im Rahmen der Teilkaskoversicherung. Im Basisschutz gilt meist das nur Risiko „Marderbiss“ abgedeckt. Da aber auch andere Tierchen wie Katzen oder Ratten das Plastik im Motorraum Ihres Autos interessant finden könnten, lautet die eindeutige Empfehlung, das versicherte Risiko auf „Tierbiss“ zu erweitern.

An- oder durchgebissene Kabel verursachen oft weitere Schäden im Motorraum und ziehen hohe Kosten nach sich. So kann z.B. ein kaputter Kühlmittelschlauch zur Überhitzung des Motors führen und im Extremfall einen Motorschaden verursachen. Solche Folgeschäden lassen sich ebenfalls bis zu einer bestimmten Höhe, meist 3.000 €, absichern. Manche Verträge bieten eine unbegrenzte Deckung.

Prüfen Sie auf jeden Fall Ihren Vertrag.

 

Manche Autohersteller und Zulieferer gehen andere Wege. Sie lassen ihre Produkte real von der „Zielgruppe“ testen (-> zum Artikel).

Bis 100% resistente Kunststoffteile auf den Markt kommen, kann man es mit den Tipps des ADAC zur Marder(abwehr) versuchen (-> zum Artikel).

Doch nicht nur Autos bieten interessante Räume…

 

PHOTOVOLTAIK

Neben Motorräumen bieten auch Hausdächer zunehmend Spielraum. Wird eine Photovoltaikanlage montiert, bringt sie eine Menge Kabel mit sich. Da Marder und Kollegen ihre Umgebung üblicherweise mit den Zähnen erkunden, fallen ihnen die Solarstromanlagen häufig zum Opfer. Angeknabberte Kabel verursachen Kurzschlüsse, Verschmorungen sowie Ertragsausfälle. Das kann teuer werden…

Mechanische Maßnahmen, z.B. Drahtgitter, die den Zwischenraum Solarpanel – Dach verschließen oder Kabel mit Bissschutz, können helfen und die Anlage sicherer machen. Für den Fall der Fälle empfiehlt sich zusätzlich eine Versicherung, die u.a. solche Schäden abdeckt. Sie nennt sich Allgefahrendeckung und beinhaltet Schäden durch Tierbisse.

-> Ausführliche Infos zur Absicherung von Photovoltaikanlagen erwarten Sie im morgigen Beitrag…

Doch nicht nur auf dem Dach eines Hauses kann man sich verlustieren…

 

GEBÄUDEVERSICHERUNG

Zusätzlich zu den versicherbaren Grundgefahren wie Feuer, Leitungswasser, Sturm/Hagel und weitere Elementargefahren ist es mittlerweile möglich, auch Schäden durch Tierbiss an elektrischen Leitungen und Anlagen, die der Versorgung des versicherten Gebäudes dienen, einzuschließen. Eine Entschädigungshöhe zwischen 5.000 € und 500.000 € wird angeboten.

 

FAZIT

Marder, Waschbären und Konsorten sind possierlich, so lange sie sich nicht über Haus oder Auto hermachen.

 

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