Herbst, Wildunfall und Kasko

Wildunfall

Der Herbst ist da und wie jedes Jahr hat er einige Unfallgefahren für Fahrzeuglenker im Gepäck. So schön die Sonne auch gerade scheint und einen goldenen Herbst verheißt, man sollte trotzdem einige Tipps beherzigen, um gut durch die Jahreszeit zu kommen.

 

RISIKO WILDUNFALL

Meist passieren Unfälle mit dem sogenannten Haarwild. Unter diesem Begriff werden u.a. Rehe, Wildschweine, Hasen und Wildkaninchen, Füchse sowie Wiesel zusammengefasst. Die vollständige Aufzählung liefert das  Bundesjagdgesetz.

Wenn ein Tier auf der Straße steht,

  • umsichtig bremsen, abblenden, hupen
  • mit weiteren Tieren rechnen.

 

Wenn ein Tier vor’s Auto hoppst,

  • abbremsen, wenn unproblematisch möglich oder
  • ausweichen, wenn durch ein solches Manöver der Gegenverkehr nicht gefährdet wird oder ein Baum im Weg stünde. Ist das nicht mehr möglich, … Lenkrad festhalten!

 

Wenn das Drama seinen Lauf genommen hat: der Wildunfall

  • Warnweste anziehen (lieber die neongelbe Variante nutzen, Orangefarbene sind bei Nebel nicht gut sichtbar)
  • Unfallstelle sichern (Warndreieck aufstellen, Warnblinkanlage; ausführlich -> ADAC)
  • Polizei und Förster/Jagdpächter informieren (Spurensicherung bzw. -suche)
  • Wildschadenbescheinigung ausstellen lassen
  • Fotos vom Schadenumfang machen
  • Schaden der Versicherung melden

 

TEIL- ODER VOLLKASKO

Wildschäden werden von der Teilkaskoversicherung übernommen, abzüglich der im Vertrag vereinbarten Selbstbeteiligung. Üblich ist die Beschränkung auf Haarwild. Neuere Tarife weiten den Versicherungsschutz auf Federwild, Haus- und Nutztiere aus, heißt dann in der Police „Tiere aller Art“.

Bei Haus- und Nutztieren käme normalerweise der Halter für Schäden auf. Ist dieser nicht zu ermitteln, bliebe man auf seinen Kosten sitzen. Auch deshalb ist die Erweiterung sinnvoll.

 

Konnte ein Zusammenstoß vermieden werden und man ist stattdessen im Graben gelandet, zahlt die Teilkasko, wenn man das Vorhandensein eines Tieres glaubhaft versichern kann. -> ausführlich

Lehnt die Teilkaskoversicherung den Schadenersatz ab, kann man die Vollkasko in Anspruch nehmen.

 

WEITERE RISKEN:

  • feuchtes Laub -> Rutschgefahr
  • Nebel: es kann zu erheblichen Sichtbehinderungen kommen, meist morgens oder abends, d.h. Geschwindigkeit reduzieren, Abstand zum Vordermann halten und Überholmanöver ins Ungewisse vermeiden
  • Nässe: ob als Starkregen oder in Form von Bodenfrost, das Fahrzeug verliert die Bodenhaftung. Hier hilft nur Ruhe bewahren und in die Richtung lenken, in die man möchte. Auf wilde Brems- und Lenkmanöver sollte man tunlichst verzichten.
  • Bauern: Erntefahrzeuge hinterlassen oft den Inhalt ihrer Reifenprofile auf der Straße. Die Fahrbahn kann dadurch rutschig werden. Zusätzlich sind diese Maschinen oft schlecht beleuchtet und damit erst spät zu erkennen. Auf angepasste Geschwindigkeit achten!

 

FAZIT

  • umsichtiges Fahren gehört in jeder Jahreszeit dazu
  • Zur Erinnerung: in der Straßenverkehrsordnung steht, dass man immer nur so schnell fahren darf, wie es die Sicht erlaubt.
  • Auch wichtig: Abstand = Geschwindigkeit, d.h. bei 50km/h sollte man 50 Meter zum Vordermann haben

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.