Cyber-Versicherung bringt… ?

Cyber-Versicherung

 

 

In den USA und einigen anderen Ländern sind Cyberpolicen bereits am Markt etabliert. Dies liegt einerseits an verschärften Datenschutzgesetzen, welche Datenschutzverletzungen mit empfindlichen Strafen belegen, andererseits auch am gewachsenen Risikobewußtsein in vielen Unternehmen. In Deutschland steigt das Bewußtsein für diese Problematiken an.

Dabei ist jedem klar, dass der Schutz der eigenen Daten, Kunden- und Lieferantendaten vor Angriffen von außen oberste Priorität haben und gewährleistet werden sollte.

Was ist zu tun? Der VdS hat hierzu bietet einen Schnelltest, der kleinen und mittleren Unternehmen nach der Beantwortung von 39 Fragen zeigen soll, wo sie in Sachen Datensicherheit stehen. Alternativ könnte man den IT-Fachmann seines Vertrauens beauftragen, die vorhandene Technik auf Schwachstellen zu prüfen und diese zu beheben.

Ergänzend hierzu gibt es folgende weitere Möglichkeit der Absicherung:

 

CYBER-VERSICHERUNG

Dieser noch recht neue Versicherungszweig bietet Firmen Schutz gegen finanzielle Schäden, die ein Hackerangriff und/oder Datenschutzverletzungen verursachen.

Versicherbar sind Eigen- und Fremdschäden, d.h. Schäden, die im eigenen Unternehmen aufgrund des Angriffs passieren, und Schäden, die Ihren Kunden und Lieferanten entstehen.

Folgende Szenarien sind denkbar:

  • Diebstahl eines Firmenlaptops mit sämtlichen Kunden- und Lieferantendaten
  • Manipulation von Kartenlesegeräten
  • Klau von Kundendaten eines Onlineshops
  • (unbewußter) Versand von Viren
  • Mitarbeiterfehler führen zu Datenpannen

 

Die Liste mit Schadenbeispielen ist natürlich unvollständig. Wenn ein solcher Schaden passiert ist, leisten Versicherer u.a. für:

  • Wiederherstellung von Daten und Systemen
  • Aufwendungen für die Benachrichtigung von Kunden
  • Ertragsausfall
  • Krisen- und Reputationsmanagement
  • Verstoß gegen Datenschutz

 

ABGRENZUNG ZU ANDEREN SPARTEN

HAFTPFLICHT

Der ein oder andere von Ihnen wird jetzt vielleicht denken, den Schaden bei Kunden und Lieferanten (Fremdschaden) regelt doch meine Haftpflichtversicherung.

Eine Haftpflichtversicherung tritt ein, wenn Sie fremden Dritten einen Schaden verursachen. Das ist richtig. Allerdings leistet sie für Personen- und Sachschäden; für Vermögensschäden nur, wenn sie als Folge eines Personen- oder Sachschadens auftreten.

In der Regel verursachen Hackerattacken aber „nur“ Vermögensschäden, so dass kein Versicherungsschutz seitens der betrieblichen Haftpflicht besteht.

 

DATENTRÄGERVERSICHERUNG

Ihr Deckungsumfang kann sich mit dem einer Cyberpolice überschneiden. Grundsätzlich tritt sie ein, wenn Daten, die auf einem Datenträger gespeichert wurden, abhanden kommen. Ersetzt werden die Kosten für die Wiederbeschaffung bzw. Neueingabe. Der Basisschutz greift bei Diebstahl, Einbruchdiebstahl, Raub oder Plünderung. Mögliche Erweiterungen sind z.B. Schäden durch fehlerhafte Bedienung oder vorsätzliche Manipulation durch Dritte.

Vermögensschäden als Folge des Sachschadens sind nicht versichert.

 

FAZIT

  • Die Cyber-Versicherung bringt Vorteile. Sie ist ein Thema, mit dem man sich beschäftigen sollte.
  • Der Beitrag zur Internetversicherung für Privatnutzer folgt nächste Woche.

 

 

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